DAW-Import
Mit dem Download ist die Arbeit von podsink erledigt, geschnitten wird in deinem eigenen Programm. Hier erfährst du, was in den Projektdateien aus dem ZIP steckt und wie du die Tracks in die einzelnen Schnittprogramme bekommst, mit allem an seinem Platz.
Was in den Projektdateien steckt¶
Im Download findest du drei Projektdateien, eine für jede Programmfamilie: Timeline - Reaper.rpp, Timeline - Premiere Pro.xml und Timeline - Final Cut Pro.fcpxml. Alle drei beschreiben dieselbe Zeitachse. Darauf liegt ein Track pro Person, jeder Clip an seinem Versatz und jeder Marker zu seiner Zeit.
Die Audioclips beginnen bei null, weil die Stille zum Ausrichten bereits in der WAV steckt. Bei den Videoclips zählt dagegen der Moment, in dem die Kamera dieser Person gestartet ist, und der kurze Sync-Ton am Anfang der Datei ist dabei schon abgeschnitten. Wie lang ein Clip ist, ergibt sich aus den Zeitstempeln der Aufnahme, und deshalb endet er genau da, wo auch das Audio endet.
Öffne die Projektdatei bitte direkt aus dem Ordner, in dem sie liegt, damit das Programm die Medien gleich daneben findet. Wenn du die Dateien verschiebst, dann bitte alle zusammen. Bei mehreren Aufnahmen in einer Session hat jeder Ordner Recording N/ seinen eigenen Satz davon.
Reaper und Ultraschall¶
Öffnest du Timeline - Reaper.rpp, liegen Tracks und Marker sofort an Ort und Stelle. Ihren einfachen Namen behalten dabei die Kapitelmarker, damit der Kapitelexport von Ultraschall sie als Kapitel übernimmt. Schnitt- und Pausenmarker bekommen dagegen einen Unterstrich vorangestellt, und den hält Ultraschall aus der Kapitelliste heraus. Kapitel und Schnitte haben jeweils ihre eigene Farbe, Pause und Weiter teilen sich eine. Hast du schon ein Projekt offen, stehen dieselben Marker auch in Markers - Reaper.csv, im CSV-Importformat von Ultraschall.
Premiere Pro¶
Timeline - Premiere Pro.xml holst du über Datei, Importieren ins Projekt, oder du ziehst die Datei einfach ins Projektfenster. Daraus baut Premiere eine Sequenz, mit den Tracks an ihrem Versatz und den Markern auf der Sequenz. Die fragmentierten MP4s, die podsink aufnimmt, spielt Premiere so ab, wie sie sind.
Final Cut Pro¶
Timeline - Final Cut Pro.fcpxml kommt über Ablage, Importieren, XML ins Projekt. In der Datei liegen alle Zeiten auf Frame-Grenzen bei 30 fps, weil Final Cut das so verlangt. Ein Marker kann deshalb bis zu einen halben Frame neben der Millisekunde liegen, zu der er gesetzt wurde. Auch hier spielen die MP4s so, wie sie sind.
DaVinci Resolve¶
Resolve liest dieselbe .fcpxml oder .xml, braucht aber zwei Schritte mehr.
Der erste betrifft den Import der Timeline, denn Resolve sucht im Ordner der Timeline nicht von sich aus nach den Medien. Du gehst über Datei, Importieren, Timeline, wählst die Datei aus, und wenn Resolve dann fragt, ob es einen anderen Ordner durchsuchen soll, wählst du den Ordner mit der Timeline und den WAV- und MP4-Dateien.
Der zweite betrifft das Videoformat. podsink nimmt fragmentierte MP4s auf, weil eine solche Datei schon brauchbar ist, während sie noch hochlädt, aber Resolve spielt dieses Format leider nicht ab. Dafür gibt es in deinem Profil unter Downloads den Schalter „Videos für breitere Editor-Unterstützung konvertieren“. Ist er an, packt podsink beim nächsten Download jedes Video in eine normale MP4 um. Das kostet keine Qualität, aber ein paar Sekunden Rechenzeit pro Track, sodass der Download etwas länger dauert und zwischendurch kurz so aussehen kann, als stünde er still.
Reaper, Premiere und Final Cut spielen die Originaldateien problemlos ab. Ist Resolve nicht dein Hauptprogramm, kann der Schalter also aus bleiben.
Podlove-Kapitel¶
Chapters - Podlove.xml ist die Kapitelliste als Podlove Simple Chapters, fertig für einen Podcast-Feed oder den Podlove Publisher. In Chapters - Podsink.txt steht dieselbe Liste als einfacher Text mit Timecodes und Namen, für Programme, die Kapitel als Text erwarten.
Audacity und alles andere¶
Mit den Dateien kommt jedes Programm klar, das WAV-Dateien öffnet. Ziehst du alle WAVs hinein, beginnen sie im selben Moment, weil die Stille zum Ausrichten in den Dateien selbst steckt. Dabei fehlen dir nur zwei Dinge. Das sind die Marker, die du aus Markers - Podsink.csv ablesen und von Hand setzen kannst, und die Position der Videos, die sonst die Projektdateien liefern.