Geräte und Browser

Aufnehmen solltest du mit Chrome oder Edge auf einem Rechner, und am besten mit Kopfhörern auf den Ohren. Hier erfährst du, warum das so ist, was hinter dem Mikrofon-Eintrag „Systemstandard“ steckt und was du sonst noch einstellen kannst, damit deine Aufnahme so gut wie möglich klingt.

Chrome und Edge auf einem Rechner

podsink unterstützt Google Chrome und Microsoft Edge auf macOS, Windows und Linux. Mit diesen beiden testen wir auch. Andere Browser auf Chromium-Basis wie Brave oder Vivaldi lässt podsink ebenfalls rein, und sie funktionieren in der Regel auch, getestet sind sie aber nicht.

Öffnest du die Session in einem anderen Browser, zeigt dir podsink statt des Warteraums eine Hinweisseite. Dort steht, welche Browser funktionieren, und du kannst den Session-Link kopieren, um ihn in einem davon zu öffnen.

Am liebsten würden wir jeden Browser unterstützen. podsink liest aber die rohen Audio-Samples deines Mikrofons und macht aus dem Video direkt im Browser MP4-Dateien, und die Schnittstellen, die das in voller Qualität können, gibt es bisher nur in Chromium. Sobald ein anderer Browser sie mitbringt, nehmen wir ihn gern dazu. Was in den Dateien steckt, steht unter Formate und Qualität.

Was bei Safari fehlt

Wir haben es wirklich versucht. Safari nimmt Kameravideo nur in einer einfachen Variante von H.264 auf, die ihre Auflösung nicht mitten im Stream ändern kann. Für eine Kamera reicht das noch. Bei einer Bildschirmaufnahme geht die Datei aber kaputt, sobald jemand die Größe eines Fensters ändert oder auf einen anderen Bildschirm wechselt.

Dazu kommen Verzögerungen in den Audio- und Videoaufnahmen, die wir weder vorhersagen noch ausgleichen konnten. Bei unseren Messungen liefen Tracks um bis zu eine Sekunde auseinander. Wir möchten dir aber Dateien geben, die ohne Nacharbeit übereinanderliegen, und das konnten wir mit Safari nicht garantieren.

Was bei Firefox fehlt

Firefox nimmt Video nur als WebM mit Opus-Audio auf. Diese Kombination öffnen die meisten Schnittprogramme erst, wenn man sie vorher umwandelt. Auf macOS sind wir außerdem auf ein Problem gestoßen, bei dem das Mikrofonsignal so leise ankommt, dass eine Aufnahme praktisch unmöglich ist.

Handys und Tablets

Auf iPhone und iPad können wir bisher nicht aufnehmen. Jeder Browser unter iOS muss dort nämlich die WebKit-Engine von Apple benutzen, und die hat dieselben Grenzen wie Safari. Deshalb zeigt podsink auch dort die Hinweisseite und bittet dich, für die Aufnahme an einen Rechner zu gehen.

Android mit Chrome kann funktionieren. Getestet und unterstützt ist es aber nicht. Wenn du es trotzdem ausprobierst, sind kabelgebundene Kopfhörer mit Mikrofon wichtig. Sonst nimmt das eingebaute Mikrofon des Handys den Lautsprecher mit auf, und dieses Echo bekommst du im Schnitt nicht mehr raus. Ein Kabel ist hier außerdem einfach zuverlässiger als Bluetooth.

Für eine entspannte Aufnahme ist ein Rechner die richtige Wahl. Eigene Apps fürs Handy schauen wir uns gerade an, es gibt sie aber noch nicht.

Das Mikrofon folgt dem Systemstandard

Im Warteraum und in der Session hat das Mikrofonmenü einen Eintrag „Systemstandard“, und der ist ausgewählt, solange du dich nicht für ein bestimmtes Gerät entscheidest. Der Name ist wörtlich gemeint. podsink nimmt das Mikrofon, das dein Betriebssystem gerade als Standard eingestellt hat, und folgt ihm auch später. Steckst du ein Interface an und machst es zum Standard, wechselt podsink darauf, und ziehst du es wieder ab, wechselt podsink zurück. Klappt so ein Wechsel mal nicht, sagt dir podsink im Warteraum, auf welchem Mikrofon du gerade bist, und bietet dir einen neuen Versuch an. In der Session bittet es dich stattdessen, das Mikrofon im Menü noch einmal auszuwählen.

Soll podsink dagegen bei einem bestimmten Mikrofon bleiben, egal was das System macht, wählst du es im Menü einfach beim Namen aus.

Kopfhörer und Echounterdrückung

Im Warteraum fragt dich podsink, ob du Kopfhörer trägst, und deine Antwort stellt genau eine Sache ein, nämlich die Echounterdrückung. Mit Kopfhörern bleibt sie aus, und dein Mikrofon kommt unbearbeitet in die Aufnahme. Ohne Kopfhörer schaltet podsink sie ein, damit die Stimmen der anderen nicht aus deinen Lautsprechern in deinen Track geraten.

Die Rauschunterdrückung ist immer aus. Auch die automatische Verstärkung ist auf einem Rechner aus. Beides, Verstärkung und Echounterdrückung, kannst du während der Session in den Mikrofoneinstellungen ändern, und podsink merkt sich deine Wahl fürs nächste Mal.

Wenn du Kopfhörer hast, sind sie immer die bessere Wahl. Die Echounterdrückung macht ein Setup mit Lautsprechern zwar brauchbar, aber sie arbeitet, indem sie deine Stimme bearbeitet. Und gerade bei einer Aufnahme willst du deine Stimme ja möglichst unangetastet haben.