In der Session
Sobald du im Raum bist, hast du unten die Bedienleiste. Dazu kommen der Chat, die Marker, mit denen deine Notizen bis in den Schnitt wandern, eine Handvoll Tastenkürzel und, wenn du der Host bist, kleine Anzeigen, die dir sagen, ob die Aufnahme bei allen ankommt.
Die Bedienleiste¶
Das Mikrofon schaltest du mit einem Klick ein und aus. In den Einstellungen dahinter wählst du dein Eingabegerät, siehst den Pegel und stellst Echounterdrückung und automatische Verstärkung ein. Die Echounterdrückung steht erst mal so, wie du die Kopfhörerfrage im Warteraum beantwortet hast, und hier kannst du sie jederzeit ändern. Wenn du dich stummschaltest, nimmt podsink für diese Zeit Stille auf, damit dein Track seine volle Länge behält.
Die Kamera funktioniert genauso. In ihren Einstellungen wählst du die Kamera und die Auflösung, in der aufgenommen wird. Was der Host für die Session eingestellt hat, ist dabei die Obergrenze, und deine eigene Wahl kann nur darunter liegen (Auflösungen und Bitraten). Die anderen sehen dich live so gut, wie es die Verbindung gerade hergibt, aber mit der Aufnahme hat dieses Livebild nichts zu tun.
Beim Bildschirmteilen gibst du einen ganzen Bildschirm, ein Fenster oder einen Browser-Tab frei. Dazu wählst du eine Qualitätsstufe, „Scharf“ für Folien und Text oder „Bewegung“ für Videos und Demos, oder du überlässt die Wahl dem Browser. Pausieren kannst du die Freigabe auch, ohne sie gleich zu beenden. Wird mit Video aufgenommen, landet der geteilte Bildschirm als eigener Track in der Aufnahme.
Dein eigenes Bild kann über dem Raster schweben, darin sitzen oder minimiert sein. Auf die Aufnahme hat das keinen Einfluss.
Hand heben¶
Wenn du etwas sagen möchtest, ohne jemandem ins Wort zu fallen, hebst du über den Hand-Button oder mit Cmd/Ctrl + G die Hand. Alle sehen sie dann auf deiner Kachel, zusammen mit einer Nummer, damit klar ist, wer zuerst dran ist, wenn mehrere warten. Einen Ton gibt es dabei bewusst nicht. Aus einem Lautsprecher würde er schnell ins Mikrofon geraten und damit in die Aufnahme.
Sobald du ein paar Sekunden lang mit eingeschaltetem Mikrofon redest, senkt sich deine Hand von selbst. Ein kurzes „mhm“ reicht dafür nicht. Auch was du stummgeschaltet sagst, zählt nicht. Mit demselben Button oder Kürzel kannst du die Hand jederzeit selbst wieder senken, und wenn du die Session verlässt, verschwindet sie mit dir. Auf die Aufnahme hat das alles keinen Einfluss.
Chat¶
Der Chat ist für alles, was das Gespräch nicht unterbrechen soll, also einen Link, einen kurzen Hinweis oder eine Frage für nach dem Take. podsink speichert den ganzen Verlauf, und der Host findet ihn später als Textdatei im Download. Ein Link, den jemand während der Aufnahme gepostet hat, ist beim Schneiden also noch da.
Marker¶
Mit einem Marker hältst du einen Moment fest, während er passiert. So findest du ihn im Schnitt wieder, ohne lange suchen zu müssen. Setzen können Marker der Host und alle Gäste, und bei jedem steht dabei, wer ihn wann gesetzt hat.
- Ein Kapitelmarker (Taste 1) markiert den Anfang eines Kapitels, und alle im Raum sehen ihn.
- Ein Schnittmarker (Taste 2) markiert eine Stelle, die raus soll oder die du dir nochmal anhören willst. Deine eigenen Schnittmarker siehst während der Session nur du, damit sie niemanden mitten im Gespräch irritieren. Der Host bekommt sie alle im Download.
- Ein Pausenmarker (Taste 3) beginnt eine Pause, und wenn du die Taste noch einmal drückst, endet sie mit einem Weiter-Marker. Solange die Pause läuft, sehen alle den Hinweis „Pause läuft“.
Wichtig zu wissen ist, dass eine Pause die Aufnahme nicht anhält. Sie läuft die ganze Zeit weiter, und die beiden Marker zeigen dir später im Schnitt genau, welches Stück du rausschneiden kannst.
Mit R hängst du eine Notiz an den letzten Marker, und mit Alt+1 oder Alt+2 setzt du einen Marker direkt mit Notiz. Im Marker-Panel siehst du alles, was bisher gesetzt wurde, und kannst die Notizen dort auch bearbeiten. Pro Session sind bis zu 250 Marker möglich.
Ein Kapitel- oder Schnittmarker, der an der falschen Stelle gelandet ist, lässt sich wieder löschen. Das geht im Marker-Panel über den Papierkorb daneben. podsink fragt vorher einmal nach, danach ist der Marker für alle in der Session weg und fehlt auch im Download. Löschen kann jede Person in der Session die Marker, die sie sieht, so wie auch alle die Notizen bearbeiten können. Deine eigenen Schnittmarker löschst damit praktisch nur du. Das geht, bis die Session beendet ist. Pausen- und Weiter-Marker bleiben stehen, weil sie zusammen die Pause markieren.
Im Download findest du die Marker dann als Liste mit Art, Zeit und Urheber, als Kapiteldatei und in den Projektdateien für Reaper, Premiere Pro und Final Cut Pro, und zwar genau an der Stelle auf der Zeitachse, an der sie gesetzt wurden.
Tastenkürzel¶
In der Session zeigt dir die Taste ? die Liste aller Kürzel, und mit Maus oder Trackpad findest du sie auch im Menü unter „Tastenkürzel“. Normalerweise laufen sie über Cmd auf dem Mac und über Ctrl auf allen anderen Systemen:
| Tasten | Was |
|---|---|
| Cmd/Ctrl + D | Mikrofon an oder aus |
| Cmd/Ctrl + E | Kamera an oder aus |
| Cmd/Ctrl + P | Selbstansicht umschalten |
| Cmd/Ctrl + B | Marker-Panel |
| Cmd/Ctrl + S | Chat |
| Cmd/Ctrl + Shift + S | Titel bearbeiten (Host) |
| 1, 2, 3 | Kapitel-, Schnitt-, Pausen- oder Weiter-Marker |
| Alt + 1, Alt + 2 | Marker mit Notiz |
| R | Notiz an den letzten Marker hängen |
| Cmd/Ctrl + G | Hand heben oder senken |
In dieser Liste gibt es außerdem den Schalter „Schnelltasten“. Damit fällt die Cmd- oder Ctrl-Taste weg, und die Kürzel liegen auf einzelnen Tasten, D, E und P wie oben, M für die Marker, C für den Chat, T für den Titel und H für die Hand. Das ist praktisch, wenn deine Hände sowieso auf der Tastatur liegen, aber riskant, wenn du gerade in einem anderen Fenster tippst.
Kommt die Aufnahme bei allen an?¶
Diese Anzeigen sieht nur der Host. Alle paar Sekunden meldet der Server, wie viel er von jeder Aufnahme tatsächlich gespeichert hat, und das kleine (i) neben jedem Namen zeigt dir das Ergebnis. Es ist grün, solange alles ankommt, gelb, wenn jemand zurückfällt, und rot, wenn von dieser Person eine Weile nichts mehr gekommen ist. Fährst du mit der Maus darüber, siehst du die Zahlen dazu. Neben der REC-Anzeige gibt es zusätzlich ein Zeichen für den ganzen Raum, nämlich ein grünes Häkchen, solange jeder Track ankommt, oder eine Zeile mit Namen, sobald einer fehlt.
Zeigt dieses Zeichen an, dass vom Server eine Weile nichts mehr kam, liegt das Problem bei deiner eigenen Verbindung und nicht bei den anderen. Sobald die Verbindung wieder steht, verbindet sich podsink von selbst neu. Die (i)-Anzeigen werden dann grau, damit du keinem grünen Zeichen vertraust, das gar nicht mehr aktuell ist.
Nach einem Stopp verfolgen die Anzeigen die letzten Uploads und werden zum Häkchen, sobald jeder Track auf dem Server liegt. Hat jemand den Tab geschlossen, nachdem bis auf die letzten Sekunden alles hochgeladen war, nennt der Beenden-Dialog diese Person nur zur Information und nicht als jemanden, der noch hochlädt. Beendest du die Session, sind diese letzten Sekunden allerdings verloren.
Bildschirm anlassen¶
Auf einem Handy oder Tablet fragt podsink, ob es den Bildschirm während der Session anlassen darf. Bitte erlaub das, denn wenn der Bildschirm ausgeht, kann der Browser deine Aufnahme gleich mit anhalten.
Wenn das Gerät voll ist¶
Aufnahmen bleiben auf deinem Gerät, bis sie hochgeladen sind. Ist dort kein Platz mehr für neue Aufnahmedaten, sagt dir podsink Bescheid, und dein Track bekommt ab dieser Stelle eine Lücke. Sobald die Verbindung zum Server wieder steht und die wartenden Daten hochgeladen sind, klappt das Speichern wieder, weil der Platz dabei von selbst frei wird. Löschen musst du also nichts, denn was noch auf dem Gerät liegt, wird noch gebraucht.